Unvernünftige Primzahlen – Warum die Wurzel einer Primzahl nie rational sein kann

Für die Liebhaber des heimlichen Geliebten meiner Mitbloggerin ( ;) ) hier eine kleine mathematische Spielerei von mir. Wie der Titel schon sagt, handelt es sich hier um den Beweis dafür, dass die Wurzel einer jeden Primzahl irrational ist. Wer Logik-und/oder Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten oder sie mir meinetwegen auch mitteilen, ganz wie ihr wünscht. Mit dem Beweis sind mir zwar vermutlich schon ein paar Andere zuvorgekommen, aber den hier habe ich nicht geklaut. ;)

Behauptung: „Die Wurzel einer jeden Primzahl ist irrational.“

Was tun, wenn man diesen Satz beweisen will? Ich liste als Erstes gern die Eigenschaften der genannten Zahlen auf:

1.: Irrationale Zahlen können nicht als Quotient zweier ganzer Zahlen dargestellt werden.

2.: Primzahlen gehören zur Menge der natürlichen Zahlen und…

3.: …lassen sich nur durch 1 und sich selbst glatt teilen, daraus folgt:

4.: Die Wurzel einer Primzahl ist niemals ganz.

Für’s Erste fallen mir keine weiteren Eigenschaften ein, also geht es weiter mit dem zweiten Schritt. Ich habe die Richtigkeit dieses Satzes mit einem sogenannten Widerspruchsbeweis bewiesen, das bedeutet, ich habe sein Gegenteil angenommen und gezeigt, dass es falsch ist.

In diesem Fall wäre das die Aussage „Es gibt Primzahlen, deren Wurzel rational ist.“

Um das zu überprüfen, benutzen wir eine Gleichung mit ein paar Variablen. Die Primzahl bezeichnen wir mit dem Buchstaben p; die Wurzel von p drücken wir als rationale Zahl, also als Bruch m/n aus. m steht hier für eine ganze und n für eine natürliche Zahl. (Der Grund dafür, warum keine ganze, sondern eine natürliche Zahl im Nenner steht, liegt darin, dass die Menge der ganzen Zahlen die Null beinhaltet; die natürlichen Zahlen aber nicht. Nicht vergessen: Die Teilung durch Null ist nicht definiert!)

So sieht unsere Anfangsgleichung aus:

sqrt(p) = m/n

Als Nächstes habe ich sie ein wenig umgeformt und die Wurzel herausquadriert, sodass nun Folgendes in der Gleichung steht:

p = (m/n)^2 = m^2/n^2

Wir können aus der Tatsache, dass die Wurzel einer Primzahl nie ganz ist, schlussfolgern, dass m nicht durch n teilbar ist; ansonsten würde m/n eine ganze Zahl ergeben.

Daraus folgt, dass auch m^2 nicht durch n und damit auch nicht durch n^2 teilbar ist. Das würde wiederum bedeuten, dass p keine ganze Zahl ist. Da wir p jedoch am Anfang als Primzahl und somit auch als ganze Zahl festgelegt haben, entsteht hier ein Widerspruch, der uns sagt, dass die Wurzel einer Primzahl niemals rational sein darf, also stets irrational ist.

Q.E.D. (denk ich mal…)

~ von leuchtzwiebel am August 21, 2008.

11 Antworten to “Unvernünftige Primzahlen – Warum die Wurzel einer Primzahl nie rational sein kann”

  1. ach ja… da saß ich au mal drüber ;-)
    Aber cool, dass ihrs rausgefunden habt!! (Gruß an Nalie…)
    LG, Age

  2. Ich freu mich schon drauf, dass wer „/0″ definiert und alle Beweise hinfällig werden. Muhahahahahahha

  3. Lukos, die Division durch Null ist doch schon längst erlaubt! Aber naja, wenn man sich hinterm Mond rumtreibt, kann man ja auch nichts mitkriegen:

    http://matheforum.bluesquaregroup.de/viewtopic.php?t=1560

    ;)

  4. Joa klar. ichd urfte dass auch schon immer, auch wenn es meinen Mathelehrer aufgeregt hat, dass ich meine nasicht zu „/0″ besser erklären konnte als er warum man nie /0 rechnen kann.
    Folglich stand die ganze Klasse hinter mir.

    Ich meine ja wenn man „^0″ definieren kann dann kann man auch „/0″ definieren.

  5. Tihi, so ist das mit den Mathelehrern^^
    Wegen deines letzten Satzes: Glaub ich nicht…was irgendeine Zahl hoch 0 ergibt, kann man direkt an den Regeln der Exponentialrechnung sehen; wenn du x^a durch x^b teilst, ist das Ergebnis x^(a-b). Kennst du bestimmt =)

    Bei der Division durch Null ist das komplett anders. Wäre die Division durch Null definiert, so müsste auch für sie das Gruppenaxiom gelten, dass es für jedes Element a ein Inverses gibt, das verknüpft mit a das neutrale Element dieser Gruppe ergibt. Für die Multiplikation wäre das die 1; das Inverse von a wäre 1/a; die Verknüpfung der beiden a*1/a =(soll) 1. Probier das mal mit der Null aus ^^ Konkret geht das auch nicht; wenn man einen Kuchen in lauter Stücke des Volumens Null einteilt, ist der Kuchen futsch ^^
    Wegen der Gruppen- und Körperaxiome kannste ja selber nochmal kieken, ich hab nämlich keine Ahnung von nix ;)

    LG

  6. „Konkret geht das auch nicht; wenn man einen Kuchen in lauter Stücke des Volumens Null einteilt, ist der Kuchen futsch ^^“
    futsch= nix mehr = 0
    folglich haste soeben x/0 als 0 definiert^^

  7. Hmmm…was ist ein Kuchen, der aus unendlich vielen unendlich kleinen Krümeln besteht? Vielleicht das Ergebnis meiner Backversuche, aber bestimmt nicht nichts! :D

  8. Ich sagte nicht es dir zu definieren, ich sage bloß dass ich michd rauf freue wenn es jemand macht und ich bin der festen Überzeugung es ist möglich

  9. *g* Ach, nimms nicht so ernst ;) Ich will doch bloß ein bisschen diskutieren!

  10. Zwiebeln >.<

    also:
    6/6=1
    6/5=6/5
    6/4=3/2
    6/3=2
    6/2=3
    6/1=6
    6/0,5=12
    6/0=unendlich

    1/5= 0,2
    1/4= 0,25
    1/3= 0,33
    1/2=0,5
    1/1=1
    1/0=unendlich

    0/5=0
    0/4=0
    0/3=0
    0/2=0
    0/1=0
    0/0=0 – unendlich

    Daraus folgt Jede Zahl n lässt sich bei der Division durch 0 in unendlich viele Stücke aufteilen.
    n ist Element der Menge aller Zahlen (ob bereits entdeckt oder nicht^^)ohne die Null.

    0/0 hat die L 0-unendlich.

    Konntest du meiner Logik soweit folgen?
    Jetzt brauch ich nur nochn Deppen der mir das ganze beweist

  11. Hm, hört sich interessant an. Aber der Haken an deiner Idee ist – soweit ich weiß -, dass man die Operation „geteilt durch“ als eindeutig definiert hat; das bedeutet, dass die Lösungsmenge nur ein Element enthalten darf und nicht alle Zahlen von Null bis unendlich! Mit der herkömmlichen Division geht das also nicht!

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